Kennzeichung von Verbindungselementen

Sechskantschrauben

Die Kennzeichnung von Sechskantschrauben mit Herstellerzeichen und Festigkeitsklassen ist vorgeschrieben für alle Festigkeitsklassen und einem Gewinde-Nenndurchmesser von d ≥ 5 mm.

Zylinderschrauben

Die Kennzeichnung von Zylinderschrauben mit Innensechskant mit Herstellerzeichen und Festigkeitsklassen ist vorgeschrieben für Festigkeitsklassen ≥ 8.8 und einem Gewindedurchmesser von d ≥ 5 mm. Die Kennzeichnung der Schraube ist dort anzubringen, wo es die Form der Schraube zulässt.

Sechskantmuttern

Die Kennzeichnung von Sechskantmuttern mit Herstellerzeichen und Festigkeitsklassen ist vorgeschrieben für alle Festigkeitsklassen und mit einem Gewinde von ≥ M5. Die Sechskantmuttern müssen auf der Auflagefläche oder einer Schlüsselfläche vertieft oder auf der Fase erhöht gekennzeichnet werden. Erhöhte Kennzeichen dürfen nicht über die Auflagefläche der Mutter hinausragen. Alternativ zur Kennzeichnung durch die Kennzahl der Festigkeitsklasse kann eine Kennzeichnung auch mit Hilfe des Uhrzeigersystems erfolgen (siehe auch DIN EN ISO 898 Teil 2).

Stiftschrauben

Stiftschrauben sind mit dem Herstellerzeichen und mit dem Kennzeichen der Festigkeitsklasse oder dem alternativen Kennzeichen zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung ist vorgeschrieben für Stiftschrauben der Festigkeitsklassen 5.6 bis 12.9 mit Gewindenenndurchmesser d ≥ 5 mm. Die Kennzeichnung ist auf dem gewindefreien Teil der Stiftschraube anzubringen. Wenn die Kennzeichnung dort nicht möglich ist, so ist eine Kennzeichnung mit der Festigkeitsklasse auf dem kurzen Gewindeende (Mutterende) anzubringen. Das Herstellerzeichen darf dann weggelassen werden. Die letzte Vorgehensweise gilt insbesondere für Stiftschrauben mit Festsitzgewinde.

Sechskantschrauben und -muttern mit Linksgewinde

Schrauben mit Linksgewinde und Gewindenenndurchmesser d ≥ 5 mm sind mit einem Pfeil, der die Drehrichtung angibt, entweder auf der Oberfläche des Kopfes oder auf der Kuppe des Gewindeendes zu kennzeichnen. Sechskantschrauben bzw. -muttern mit Linksgewinde dürfen wahlweise auch mit einer umlaufenden Kerbe gekennzeichnet werden.



 

Werkstoffkurzzeichen

Häufig werden aus Platzgründen die fertigen Teile mit einem Werkstoffkurzzeichen gekennzeichnet: 

Kurzzeichen Werkstoffnummer Kurzname
KB 1.5680 X12Ni5
Y 1) 1.1181 C35E
YK 1.1181 C35E
YB 1.5511 35B2
KG 1.7218 25CrMo4
KA 1.7219 26CrMo4
G 1.7258  24CrMo5
GA 1.7709 21CrMoV5-7
GB 1.7711 40CrMoV4-6
GC 1.7225 42CrMo4
2) 1.4923 X22CrMoV12-1
VH 3) 1.4923 X22CrMoV12-1
VW  1.4913  X19CrMoNbVN11-1
S 1.4986  X7CrNiMoBNb16-16
SD  1.4980  X6NiCrTiMoVB25-15-2
SB  2.4952  NiCr20TiAl
1) Nur für Muttern
2) Für 1.4923 mit Rp0,2 ³ 600 N/mm²
3)  Für 1.4923 mit Rp0,2 ³ 700 N/mm²

Quellen

DIN EN ISO 898-1 - Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen aus Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl - Teil 1: Schrauben mit festgelegten Festigkeitsklassen - Regelgewinde und Feingewinde
DIN EN ISO 898-2 - Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen aus Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl - Teil 2: Muttern mit festgelegten Prüfkräften - Regelgewinde
DIN EN 3506-1 - Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen aus nichtrostenden Stählen - Teil 1: Schrauben
DIN EN 3506-2 - Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen aus nichtrostenden Stählen - Teil 2: Muttern
DIN 267-13 - Mechanische Verbindungselemente - Technische Lieferbedingungen - Teil 13: Teile für Schraubenverbindungen mit besonderen mechanischen Eigenschaften zum Einsatz bei Temperaturen von -200 °C bis +700 °C