Warmumformung

Mit Warmumformung werden all diejenigen Umformschritte bezeichnet, die oberhalb der Rekristallisationstemperatur eines Metalls stattfinden. Die während der Umformung stattfindende Verfestigung wird durch zeitlich festgelegte Entspannungsphasen wieder aufgehoben. Dabei verringert sich die Versetzungsdichte im Kristallgitter und das Material bleibt verformbar. Dadurch können sehr hohe Umformgrade aufgebracht werden.

- Arbeitstemperatur oberhalb der Rekristallisationstemperatur 

- Große Umformbarkeit der Werkstoffe 

- Geringe Umformkräfte 

- Geringe Änderung von Festigkeit und Bruchdehnung am umgeformten Werkstoff 

- Maßtoleranzen und Oberflächengüte schlechter als bei Kaltumformung 

- kann Anisotropie erzeugen 

- bewirkt keine Verfestigung 

Das Warmpressverfahren Schmieden auf Schmiedepressen für kleine bis mittlere Stückzahlen und Durchmesser bis M 200. Das in eine Stangenform eingesetzte Rundmaterial muss zuerst in einem vorbereitenden Arbeitsgang abgelängt werden. Die Abschnitte werden dann ganz oder partiell (in Gas-, Öl- oder Induktionsöfen) auf Schmiedetemperatur (abhängig vom Werkstoff; bis zu 1250 °C) erwärmt und in Pressen partiell umgeformt. Zur Fertigstellung solcher Schrauben werden anschließend zerspanende Verfahren (Überdrehen, Gewindeschneiden) angewandt, wobei die Gewinde heute überwiegend spanlos auf Gewinderollmaschinenhergestellt werden.

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Warmumformung (06.09.2011)