Kerbschlagbiegeversuch

Zweck des Kerbschlagbiegeversuchs ist das Prüfen der Belastbarkeit des Werkstoffes von Schrauben bei einer festgelegten Temperatur. In der Regel soll der Versuch die Zähigkeit eines Werkstoffes bei sehr niedrigen Temperaturen zu belegen. So sind Versuche bei Raumtemperatur bis zu -120 °C üblich.

Bei der Prüfung wird eine in der Mitte gekerbte Probe (Kerbe genormt), die beidseitig eingespannt wird, mit einem Pendel-hammer mit einem einzigen Schlag durchschlagen. Die dabei verbrauchte Schlagarbeit wird in Joule gemessen. Diese verbrauchte Schlagarbeit ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit der Werkstoffe gegen schlagartige Beanspruchung.

Die zwei häufigsten Kerben sind die V- bzw. U-Kerbe. Die Bezeichnung haben Sie aufgrund ihrer Form erhalten.

Quellen: DIN EN 10045-1 - Metallische Werkstoffe; Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy; Teil 1: Prüfverfahren