Setzsicherung

"Setzen" bezeichnet den Vorspannkraftverlust einer Schraubverbindung, der durch eine plastische Verformung der Schraube (Verlängerung) oder der verspannten Bauteile (Verkürzung) verursacht wird. Durch diese Vorgänge reduziert sich die Klemmkraft und die Verbindung lockert sich. 

Die Setzsicherung muss demnach dafür sorgen, dass das Setzverhalten der Verbindung durch einen ausreichend großen elastischen Federweg des Sicherungselements kompensiert wird. Hierbei muss auf jeden Fall der zu erwartende Setzbetrag berücksichtigt werden. Die Steifigkeit der eingesetzten Setzsicherung muss zudem größer oder gleich der Steifigkeit des Schraubenwerkstoffes sein, da sonst die Sicherung erst greift, wenn ein Großteil der Vorspannkraft schon verloren gegangen ist (z.B. Federring DIN 127).

Nach dem heutigen Erfahrungsstand können folgende Setzsicherungen als wirkungsvoll eingestuft werden:

  • Schrauben mit angepresster, federnder Kopfscheibe (z.B.Flanschschrauben, Federkopfschrauben) 
  • Muttern mit angepresster, konkaver Auflagescheibe 
  • Spannscheiben und Tellerfedern nach DIN 6796, DIN 6908 od. DIN 2093