Verbot von Chrom(VI)-haltigen Beschichtungen

Ab dem 21. September 2017 dürfen Chrom(VI)-haltige Chemikalien nicht mehr verwendet oder in Verkehr gebracht werden. Um die Möglichkeit einer kontinuierlichen Weiterverwendung im Rahmen der REACH-Verordnung offen zu halten, mussten Anträge zur Autorisierung bis zum 21. März 2016 abgegeben werden. Da für den Erhalt einer Autorisierung sehr aufwändige Nachweise bzw. Studien erforderlich sind, ist davon auszugehen, dass die Zahl der Galvanikbetriebe, die ab dem Jahr 2017 noch Chrom(VI)-haltige Beschichtungen (z.B. „gelb verzinkt“) anbieten werden, stetig fallen wird.

Folgende Beschichtungen sind betroffen:
 
  • Verzinkt mit Gelbchromatierung (z.B. A2C)
  • Verzinkt mit Olivchromatierung
  • Verzinkt mit Schwarzchromatierung
  • Zinklamellenbeschichtung Chrom-6-haltig (z.B. Dacromet®)
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen hier geeignete Alternativen (Chrom-6 frei!) vorstellen:
 


Hinweis:

Wenn die Bauteilhärte über 320 HV bzw. die Zugfestigkeit Rm über 1.000 MPa liegt, ist eine Überprüfung des Herstellprozesses unter Anwendung einer Prüfung zur Erkennung von Wasserstoffversprödung durchzuführen. Hier sollte generell von einer galvanischen Beschichtung ganz abgesehen werden um die Gefahr eines Wasserstoffsprödbruches ausschließen zu können. Eine Alternative kann in diesen Fällen eine Zinklamellen­beschichtung sein.

Alle Angaben ohne Gewähr.