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Aktuelles bei Sonderschrauben Güldner: Neuigkeiten und Entwicklungen

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25.08.2026

Dauerhaltbarkeit nichtrostender Schrauben im Fokus

Neue Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt FOSTA P 1797

Nichtrostende Schrauben werden in vielen Industriebereichen eingesetzt, in denen neben mechanischer Belastbarkeit auch eine hohe Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist. Besonders kritisch sind Anwendungen, bei denen Schraubenverbindungen dauerhaft unter zyklischer Belastung stehen – etwa im Maschinen- und Anlagenbau, in der Energietechnik oder in maritimen Umgebungen.

Die Auslegung einer solchen Verbindung im Maschinenbau erfolgt in der Regel nach der VDI 2230 Blatt 1 (2015), die dabei weltweit als Referenzwerk für die Berechnung von Schraubenverbindungen anerkannt ist.

Grundlage für die Auslegung der Schraubenverbindungen ist die Dauerhaltbarkeit, die bei Schraube-Mutter-Verbindungen aus nichtrostenden Werkstoffen bisher nur unzureichend untersucht und dokumentiert wurde.

Genau hier setzt das Forschungsprojekt FOSTA P 1797 Beurteilung der Dauerhaltbarkeit hochzyklisch beanspruchter Schraube-Mutter-Verbindungen aus nichtrostendem Stahl für den Maschinenbau an, das von der Hochschule Wismar und dem Fraunhofer Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP Rostock gemeinsam mit Industriepartnern – darunter Sonderschrauben Güldner – durchgeführt und im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung mit dem DLR als Projektträger aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird.

 

Fragestellung aus der Praxis

Ausgangspunkt des Projekts sind Hinweise aus Voruntersuchungen: Nichtrostende Schrauben, insbesondere aus austenitischen und austenitisch-ferritischen Werkstoffen, zeigen im Bereich hoher Lastwechsel zum Teil ein anderes Verhalten als Schrauben aus Kohlenstoffstählen.

Während bei Kohlenstoffstählen häufig von einer klar ausgeprägten Dauerfestigkeit ausgegangen werden kann, deuten Ergebnisse darauf hin, dass diese bei nichtrostenden Schrauben weniger eindeutig vorhanden ist. Teilweise treten selbst im Bereich hoher Zyklenzahlen noch Brüche auf.

Für die Praxis bedeutet das:

Bestehende Annahmen könnten zu optimistisch sein – mit direkten Auswirkungen auf Bauteilsicherheit und Auslegung. Durch die Unsicherheit bei der Auslegung, verbunden mit der Überschätzung der Schwingfestigkeit im Bereich hoher Zyklenzahlen, kann es zu frühzeitigen und unvorhergesehenen Schäden und Ausfällen kommen. Diese stellen ein Produkt- und Sicherheitsrisiko dar und verursachen Kosten für die Beseitigung der Schäden oder verkürzen die Produktlebensdauern und stellen damit einen Imageschaden für die Unternehmen dar.

 

Ziel des Forschungsprojekts

Ziel des Forschungsprojekts FOSTA P 1797 Beurteilung der Dauerhaltbarkeit hochzyklisch beanspruchter Schraube-Mutter-Verbindungen aus nichtrostendem Stahl für den Maschinenbau ist es, die Dauerhaltbarkeit nichtrostender Schraubenverbindungen systematisch zu untersuchen und eine belastbare Grundlage für zukünftige Auslegungsregeln zu schaffen.

Im Fokus stehen dabei insbesondere folgende Einflussfaktoren:

  • Stahlsorte und Festigkeitsklasse
  • Fertigungsprozess
  • Herstellereinfluss
  • Größeneinfluss
  • Schmierung
  • Mittelspannung

Die Untersuchungen werden in Form von Schwingfestigkeitsversuchen durchgeführt, bei denen Schraube-Mutter-Verbindungen unter realitätsnahen Bedingungen zyklisch belastet werden.

 

Brücke zwischen Forschung und Praxis: Rolle von Güldner

Als Industriepartner bringt Sonderschrauben Güldner seine Erfahrung aus der Fertigung und Anwendung von Verbindungselementen in das Projekt ein.

Ein wesentlicher Beitrag liegt in der gezielten Bereitstellung von Prüfteilen unter definierten Rahmenbedingungen. Dazu gehört unter anderem die Herstellung ausgewählter Schrauben und Verbindungselementen aus einer einzigen Materialcharge. Dadurch können Einflüsse, die in der Praxis oft nur schwer isoliert werden können, gezielt untersucht werden.

Diese enge Verzahnung von Forschung und industrieller Umsetzung sorgt dafür, dass die Ergebnisse nicht nur wissenschaftlich belastbar, sondern auch direkt praxisrelevant sind.

 

Werkstoffe im Vergleich

Im Projekt werden unter anderem austenitische, martensitische und austenitisch-ferritische (Duplex) nichtrostende Stähle untersucht.

Austenitische Werkstoffe wie A4-80 zeichnen sich durch ihre hohe Korrosionsbeständigkeit und gute Duktilität aus. Ihre Festigkeit wird im Wesentlichen durch Kaltverfestigung erreicht.

Martensitische Werkstoffe wie C1-70 hingegen bieten eine höhere Festigkeit und Härte, sind jedoch empfindlicher gegenüber Kerben und besitzen eine geringere Korrosionsbeständigkeit.

Ein austenitisch-ferritischer Werkstoff (Duplex-Gefüge) beispielsweise D8-100 verbindet eine hohe mechanische Festigkeit durch Kaltverfestigung mit einer guten Beständigkeit gegenüber Korrosion.

Der direkte Vergleich der Werkstoffgruppen ermöglicht es, den Einfluss von Gefüge und Werkstoffverhalten auf die Ermüdungsfestigkeit besser zu verstehen.

 

Einfluss von Material und Fertigung

Neben dem Werkstoff selbst spielen auch Materialzustand und Fertigungsprozess eine entscheidende Rolle.

In der Serienfertigung werden Schrauben typischerweise durch Kaltumformung hergestellt. Dabei entstehen günstige Eigenschaften wie gerichtete Faserverläufe und Druckeigenspannungen, die sich positiv auf die Dauerhaltbarkeit auswirken können.

Im Rahmen des Projekts werden ergänzend auch aus Vollmaterial zerspanend gefertigte Bauteile untersucht. Diese weisen andere Randbedingungen auf – etwa einen unterbrochenen Faserverlauf oder veränderte Eigenspannungszustände.

Ziel ist es, den Einfluss dieser Unterschiede besser zu verstehen und zu bewerten, inwieweit Laboruntersuchungen auf reale Serienbauteile übertragbar sind.

 

Erste Erkenntnisse und Erwartungen

Die bisherigen Ergebnisse und Hypothesen deuten darauf hin, dass das Ermüdungsverhalten nichtrostender Schrauben differenzierter betrachtet werden muss als bislang angenommen.

Insbesondere zeigen sich:

  • ein möglicher weiterer Abfall der Wöhlerlinie im Langzeitfestigkeitsbereich
  • ein deutlicher Einfluss von Mittelspannung
  • messbare Unterschiede zwischen Werkstoffen und Fertigungsarten

Diese Erkenntnisse könnten langfristig zu einer Anpassung bestehender Berechnungsansätze führen.

 

Nutzen für die industrielle Praxis

Für Anwender ergeben sich aus dem Projekt wichtige Impulse:

In der Konstruktion ermöglichen die Ergebnisse eine realistischere Auslegung und bessere Abstimmung von Sicherheit und Gewicht.

In der Qualitätssicherung tragen sie dazu bei, Streuungen besser zu verstehen und Ursachen von Ermüdungsversagen gezielter zu analysieren.

Im Einkauf unterstützen sie die Entscheidung, wann Standardteile ausreichend sind und wann spezifische Anforderungen sinnvoll sein können.

 

Ausblick

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen perspektivisch in die Weiterentwicklung bestehender Regelwerke – insbesondere der VDI 2230 Blatt 1– einfließen.

Damit kann künftig eine fundiertere und gleichzeitig wirtschaftlichere Auslegung von Schraubenverbindungen aus nichtrostenden Stählen erreicht werden.

Für Unternehmen bedeutet das langfristig mehr Sicherheit, weniger Überdimensionierung und eine bessere Entscheidungsbasis entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

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Veröffentlichungen

26.06.2026

Familienfest 2026: Ein gelungener Tag bei bestem Sommerwetter

Niederstetten, 28. Juni 2026 – Sommer, Sonne und jede Menge gute Stimmung: Unser Familienfest 2026 brachte Mitarbeitende und ihre Familien auf unserem Firmengelände zusammen. Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 32 Grad wurde ab 12:00 Uhr gemeinsam gegessen, gelacht, gespielt und gefeiert.

Auch kulinarisch war einiges geboten. Neben leckerem Gegrilltem – von Bratwurst bis Steak im Brötchen – sorgte Pinsamore mit frisch zubereiteter Pinsa für weitere herzhafte Spezialitäten. Für eine süße und vor allem erfrischende Abkühlung war Hohenloher Landeis aus Künzelsau mit seinem liebevoll restaurierten VW-Eisbus von 1985 vor Ort. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen war das köstliche Eis eine willkommene Erfrischung für Groß und Klein. Die passenden Getränke kamen vom Ausschank der Riedbacher FRANKEN BRÄU, der ebenfalls bestens für das leibliche Wohl sorgte.

Für die kleinen und großen Gäste gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Die Kinder konnten sich auf der Hüpfburg austoben, bei verschiedenen Wasserspielen abkühlen oder bei der Bastelaktion kreativ werden. Besonders gut kam das Basteln kleiner Schraubenmännchen an, das von den Royal Rangers von der Familienkirche Weikersheim betreut wurde – eine schöne Aktion, die natürlich auch perfekt zu unserem Unternehmen passte.

Auch ein Karikaturzeichner und ein Zauberer sorgten für Unterhaltung, Staunen und viele schöne Momente. Wer Lust auf etwas Bewegung und neue Erfahrungen hatte, konnte außerdem einen E-Roller, Segway oder ähnliche Fahrzeuge ausprobieren (Spass Verleih & Events DL GmbH aus Hünfelden).

Trotz der großen Hitze war das Familienfest ein voller Erfolg. Die entspannte Atmosphäre, das vielseitige Programm und die vielen persönlichen Begegnungen machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. Es war schön zu sehen, wie Mitarbeitende und Familien abseits des Arbeitsalltags miteinander ins Gespräch kamen und gemeinsam eine gute Zeit verbrachten.

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Organisationsteam Linda Neber, Tabea Neumann und Marcus Heimberger für die hervorragende Planung und Umsetzung dieses rundum gelungenen Festes.

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04.05.2026

Sonderschrauben Güldner feiert 45-jähriges Jubiläum

Niederstetten. Am 4. Mai 1981 wurde Sonderschrauben Güldner gegründet – damals mit zwei Mitarbeitenden und viel Pioniergeist.

Heute feiert das Unternehmen sein 45-jähriges Bestehen und nutzt das Jubiläum bewusst, um gemeinsam zurückzublicken – und zugleich Platz für die Zukunft zu schaffen.

Ein sichtbares Zeichen dafür ist der in den vergangenen Wochen neu gestaltete Verbindungsgang am Standort Niederstetten: Dort kann die Firmengeschichte ab sofort dauerhaft betrachtet werden. Gleichzeitig entsteht Raum für die Geschichten, die noch vor dem Unternehmen liegen.

Sonderschrauben Güldner ist Teil der Würth Gruppe. Von Beginn an war das Unternehmen geprägt von Beratung, Verlässlichkeit und dem Anspruch, auch dann Lösungen zu finden, wenn Standard nicht ausreicht. Über die Jahrzehnte entwickelte sich Güldner Schritt für Schritt weiter – mit wachsender Fertigungskompetenz und dem klaren Ziel, Prozesse stabil und lieferfähig zu gestalten. Ein wichtiger Meilenstein war der Aufbau der eigenen Fertigung in Niederstetten; 1996 wurde dort die erste Sonderschraube aus der eigenen Fertigung ausgeliefert.

Heute arbeiten am Standort rund 110 Mitarbeitende für das Unternehmen.

Zum 45. Geburtstag gab es am 04.05.2026 auch ein kleines gemeinsames Innehalten im Arbeitsalltag: Mittags wurde zusammen gegrillt, später gab es Kuchen für alle Kolleginnen und Kollegen – als unkomplizierter Rahmen, um den Anlass gemeinsam zu feiern.

Zum Jubiläum gibt es außerdem eine alltagstaugliche Geste: Alle Mitarbeitenden erhalten einen Jubiläumsrucksack. Die Idee greift eine Redewendung aus der Region auf: „Da ja bekanntlich jeder sein Päckle zu tragen hat – egal ob privat oder bei Güldner – hatten wir die Idee, dass es dann zumindest schön verpackt transportiert werden kann“, heißt es dazu.

Geschäftsführer Dr. Markus Beckert verbindet den Geburtstag auch mit einem ausdrücklichen Dank an die Belegschaft: „Ich möchte mich bei allen Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich bedanken, die aktiv in der Vorbereitung bzw. Durchführung unseres Geburtstages mitgeholfen haben – ihr seid echt klasse!“

Seit 1981. Verbindungen, die halten.

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Sonderschrauben Güldner ehrt langjährige Mitarbeitende

von links nach rechts: Thomas Wetsch (Fertigung), Dennis Keller (Fertigung), Marina Pflüger (Verwaltung), Frank Grischin (Fertigung), Linda Schmid (Vertrieb) und Dr. Markus Beckert (Geschäftsführung)

17.12.2025

Sonderschrauben Güldner feiert Jubilare und blickt auf ein starkes Jahr zurück

Niederstetten, 17. Dezember 2025 – 125 Jahre Erfahrung in einem Raum: Acht Mitarbeitende wurden für ihre langjährige Treue geehrt

Am 12. Dezember 2025 lud Sonderschrauben Güldner zur Weihnachtsfeier in den stimmungsvollen Julius Echter Keller in Laudenbach ein. In entspannter Atmosphäre nutzte Geschäftsführer Dr. Markus Beckert die Gelegenheit, um gemeinsam mit den Mitarbeitenden auf das Jahr zurückzublicken. Sein Fazit: Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland ist Güldner gut unterwegs. Das Unternehmen konnte nicht nur seine Position behaupten, sondern auch wichtige Zukunftsprojekte vorantreiben – rund 1 Million Euro wurde 2025 investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.

Ein zentrales Thema bleibt die Nachhaltigkeit. Die große Photovoltaikanlage auf dem Firmengelände liefert weiterhin grünen Strom und reduziert den CO₂-Ausstoß spürbar. Auch die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektromobilität schreitet voran: Die meisten Firmenfahrzeuge sind bereits elektrisch unterwegs, lediglich zwei Verbrenner sind noch im Einsatz. Für die Belegschaft gibt es zudem die Möglichkeit, private E-Autos günstig am Standort zu laden.

Höhepunkt des Abends: die Ehrung der Jubilare. Gemeinsam bringen sie beeindruckende 125 Jahre Erfahrung mit und sind ein unverzichtbarer Teil der Güldner-Familie. Viele von ihnen haben ihre Ausbildung im Unternehmen absolviert und sind seitdem geblieben – ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Vertrauen.

Folgende Personen wurden geehrt:

  • Oliver Waldmann (Fertigung) – 25 Jahre
  • Sergej Schneider (Arbeitsvorbereitung) – 20 Jahre
  • Waldemar Kraft (Fertigung) – 20 Jahre
  • Marina Pflüger (Verwaltung) – 15 Jahre
  • Thomas Wetsch (Fertigung) – 15 Jahre
  • Linda Schmid (Vertrieb) – 10 Jahre
  • Dennis Keller (Fertigung) – 10 Jahre
  • Frank Grischin (Fertigung) – 10 Jahre

Mit ihrem Engagement und ihrer Loyalität haben die Jubilare den Erfolg des Unternehmens über viele Jahre geprägt. Dafür gab es persönliche Worte des Dankes, Glückwünsche und Präsente.

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